„Steffen-Treffen“ im Bürgerhaus Rodheim: Austausch über aktuelle städtische Themen
Zu Beginn der Veranstaltung stellte sich die neue Schutzfrau vor Ort, Daniela Häcker-Bublik, den Anwesenden persönlich vor. Sie gab einen Einblick in ihre Tätigkeit und stand für erste Fragen aus der Bürgerschaft zur Verfügung.
Anschließend informierte Bürgermeister Steffen Maar umfassend über aktuelle städtische Themen. Im Mittelpunkt stand dabei unter anderem die Haushaltssituation. Dabei wurden insbesondere die Erhöhung der Grundsteuer A und B sowie die sogenannten gebundenen Mittel erläutert. Der Bürgermeister betonte, dass die Entscheidungen im Rahmen eines sorgfältig abgewogenen Kompromisses getroffen wurden.
Ein weiterer Schwerpunkt war die aktuelle Sperrung der Adolf-Reichwein-Halle. Grund hierfür sind festgestellte bauliche Schäden wie Feuchtigkeitseinträge über Fensterbänder, Pilzbefall und Längsrisse an tragenden Bauteilen. Eine Nutzung des Saals ist daher bis auf Weiteres nicht möglich.
Zudem wurde über laufende und geplante Projekte berichtet. So informierte der Bürgermeister über den aktuellen Stand der Autobahnbaustelle an der BAB 5 (Ersatzneubau „Sang-Brücke“), die sich nach derzeitiger Planung bis 2031 erstreckt und von der Autobahn GmbH verantwortet wird.
Im Bereich der städtischen Infrastruktur wurde der Fortschritt beim Feuerwehrhaus Rosbach erläutert. Die Sanierung erfolgt im laufenden Betrieb, sämtliche Gewerke sind inzwischen vergeben. Ebenso wurden die Entwicklungen am Bahnhofsgebäude bzw. am Jugendzentrum (JUZ) in Rodheim dargestellt. Das Projekt steht kurz vor der Fertigstellung und umfasst Gesamtkosten von rund 1,1 Millionen Euro, wovon etwa 650.000 Euro durch Fördermittel gedeckt werden.
Für den Jugendplatz am Radweg in Richtung Ober-Wöllstadt liegt die Baugenehmigung vor, die Arbeiten werden derzeit ausgeschrieben. Beim Baugebiet „Am Belgesbaum” befindet sich der Bebauungsplan aktuell in der Offenlage.
Darüber hinaus stellte Bürgermeister Maar verschiedene Förderprogramme vor. Im Rahmen des Hessischen Infrastrukturförderungsgesetzes (HIFG) stehen der Stadt rund 3,4 Millionen Euro für unterschiedliche Maßnahmen zur Verfügung. Im Programm Wachstum und nachhaltige Erneuerung (WnE) sind perspektivisch bis zu 15 Millionen Euro über einen Zeitraum von zehn Jahren möglich. Als erster Schritt wird hierfür derzeit ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) beauftragt, das Ziele, Maßnahmen und Entwicklungsrichtungen definiert.
Auch im Bereich der Sportinfrastruktur konnte ein Fördererfolg verzeichnet werden. Für die Sporthalle Eisenkrain wurde eine Bundesförderung in Höhe von 750.000 Euro aus dem Programm Sanierung kommunaler Sportstätten (SKS) bewilligt.
Abschließend wurde der Ausbau des ÖPNV als wichtiges Zukunftsthema angesprochen.
Im zweiten Teil der Veranstaltung nutzten die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, dem Bürgermeister Fragen zu weiteren Themen zu stellen und mit ihm ins Gespräch zu kommen. Nach rund zwei Stunden intensiven Austauschs endete das „Steffen-Treffen“ gegen 22:00 Uhr.
Bürgermeister Steffen Maar zog ein positives Fazit der Veranstaltung: „Das „Steffen-Treffen“ zeigt immer wieder, wie wertvoll der direkte Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern ist. Nur wenn wir offen über Herausforderungen, aber auch über Chancen sprechen, können wir gemeinsam gute Lösungen für unsere Stadt entwickeln. Die große Beteiligung und das konstruktive Interesse an den Themen haben mich sehr gefreut.“

