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Für Marina Deißner ist die Präsentation in Rosbach eine ganz besondere: Obwohl sie seit mehr als 30 Jahren in Rodheim lebt, ist es ihre erste Ausstellung in der heimischen Region. Zuvor waren ihre Werke bereits in Hofheim und Hattersheim zu sehen.

Geboren in Niedersachsen, absolvierte Marina Deißner zunächst eine Ausbildung zur Sparkassenkauffrau und studierte anschließend Wirtschaftspädagogik in Göttingen. Seit 1988 lebt sie in Hessen und war viele Jahre als Diplom-Handelslehrerin tätig. Schon während ihrer Zeit im Schuldienst integrierte sie künstlerische Elemente in den Unterricht und leitete kreative Projekte sowie Workshops, unter anderem in Zusammenarbeit mit Amnesty International. Nach ihrem Ausscheiden aus dem Schuldienst im Jahr 2022 widmet sie sich nun mit großer Leidenschaft und Intensität der Malerei.

Inspiration findet die Künstlerin auf ihren Reisen im In- und Ausland. Besonders die wechselnden Licht- und Schattenstimmungen am Meer faszinierten sie von Beginn an und führten sie zur Malerei. Ihre ersten künstlerischen Arbeiten entstanden an der Nordsee. Prägend war dabei die Begegnung mit dem Landschafts- und Porträtmaler Anselm Prester, der ihren Blick für Motive schärfte und sie auf ihrem künstlerischen Weg nachhaltig inspirierte.

Heute arbeitet Marina Deißner mit unterschiedlichsten Techniken und Materialien. Neben Pastellkreide, Öl- und Acrylmalerei entstehen Werke mit Spachteltechniken sowie ungewöhnlichen Materialien wie Kaffee oder Holz. Auch Foto-Collagen gehören zu ihrem kreativen Repertoire. Die Freude am Experimentieren und an der ständigen Weiterentwicklung beschreibt sie selbst als einen lebenslangen Lernprozess – und als Ausdruck ihrer positiven Lebenseinstellung, die sich in ihren Bildern widerspiegeln soll.

Die Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf eine abwechslungsreiche Ausstellung freuen, die persönliche Eindrücke, Reiseinspirationen und die Freude am kreativen Schaffen vereint. Der Auftakt der Vernissage am 27. August bietet Gelegenheit, die Künstlerin persönlich kennenzulernen und mit ihr über ihre Werke ins Gespräch zu kommen. Die Ausstellung ist anschließend bis zum Ende des Jahres während der regulären Öffnungszeiten der Stadtbücherei zu sehen. Diese sind Montag von 16-19 Uhr, Mittwoch und Donnerstag von 15-18 Uhr und Samstag von 10-12 Uhr.