Wärmeplan beschlossen: potentielle Eignungsgebiete für Wärmenetze, Machbarkeitsstudien & Orientierung für Bürgerinnen und Bürger
Ein Jahr lang hat die Stadt Rosbach v. d. Höhe gemeinsam mit den Kooperationspartnern intensiv an der Ausarbeitung der KWP gearbeitet – der ambitionierter Zeitrahmen konnte damit eingehalten werden. In mehreren Workshops wurden wichtige Impulse von lokalen Akteuren der Wärmewende, Gewerbetreibenden, Energieversorgern und politischen Vertretern gesammelt und in den Wärmeplan eingearbeitet.
Der Plan zeigt potentiell tragfähige Quellen für eine zentrale Versorgung – etwa durch die Abwärme des geplanten Rechenzentrums, Abwasserwärme, Solarthermie oder oberflächennahe Geothermie im Netzverbund. Auf Basis von Bestands- und Potenzialanalyse wurden sechs Gebiete mit guter Eignung für Wärmenetze identifiziert – unter anderem die historischen Ortskerne in allen drei Stadtteilen sowie das Gewerbegebiet in Ober-Rosbach.
Im nächsten Schritt werden für zwei Gebiete Machbarkeitsstudien erstellt, um die Erkenntnisse der KWP zu vertiefen. Für das Gewerbegebiet in Ober-Rosbach und das Neubaugebiet am Belgesbaum in Rodheim werden technische, wirtschaftliche und rechtliche Fragen detailliert geprüft. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudien dienen der Kommune im Nachgang als Basis zur Entscheidung über konkrete Realisierungsschritte potentieller Wärmenetze.
Eine gemeinsame Informationsveranstaltung mit OVAG und der LandesEnergieAgentur (LEA) Hessen findet am 24. März, ab 19:00 Uhr in der Adolf-Reichwein-Halle in Ober-Rosbach statt. Zunächst werden hier die zentalen Ergebnissen der KWP für das Stadtgebiet vorgestellt. Es folgt ein Impulsvortrag der LEA. Eigentümerinnen und Eigentümer erhalten Hinweise zu passenden Heiztechnologien, Förderprogrammen und Sanierung – insbesondere in voraussichtlich dezentral versorgten Gebieten. Im Anschluss läd ein Marktplatz zum Austausch sowie zum Einstieg in die persönliche und individuelle Beratung ein. Weitere Informationen zur Veranstaltung folgen in Kürze.
„Wir haben die kommunale Wärmeplanung zügig und mit klaren Ergebnissen abgeschlossen. Wir wollen unseren Bürgerinnen und Bürgern nun Orientierung bieten und lassen niemanden mit dem Thema allein. Zu diesem Zweck haben wir auch die Abschlussveranstaltung organisiert. Die jetzt startenden Machbarkeitsstudien prüfen unsere Annahmen im Detail – pragmatisch, ergebnisoffen und mit Blick auf Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit. Mein Dank gilt unseren Partnern OVAG und TransMIT sowie der Stadtverwaltung für den verlässlichen und reibungslosen Prozess.“
Mit dem kommunalen Wärmeplan stellt die Stadt wichtige Weichen für eine sichere und zukunftsfähige Energieversorgung. Das Planungsergebnis dient Haushalten, Unternehmen und Energieversorgern als Orientierung und schafft klare Perspektiven für die kommenden Jahre. Gleichzeitig bildet es die Grundlage für weitere Entscheidungen, etwa zu möglichen Wärmenetzen oder Empfehlungen für individuelle Heizlösungen.
Mit der Veröffentlichung der geplanten Gebietsausweisungen soll transparent gemacht werden, welche Bedeutung diese langfristig für die Bevölkerung in den betroffenen Bereichen haben. Dabei ist wichtig zu betonen, dass der Wärmeplan keine unmittelbare rechtliche Wirkung gegenüber Bürgerinnen und Bürgern entfaltet und keine direkten Pflichten aus der Gebietsausweisung entstehen.
Weitere Informationen zur KWP sowie der beschlossene Wärmeplan sind der Projektseite „Kommunale Wärmeplanung“ auf der städtischen Internetseite zu entnehmen.

