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Als Teil dieser gemeinsamen Offensive trafen sich Rosbachs Bürgermeister Steffen Maar und sein Friedberger Amtskollege Kjetil Dahlhaus nun mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Thomas Pauls im Rosbacher Rathaus. Ihr Friedrichsdorfer Amtskollege Lars Keitel, der das Projekt als dritter Partner von Beginn an maßgeblich mitträgt, konnte an dem Termin aufgrund eines parallel stattfindenden Gesprächs beim Landrat nicht teilnehmen.

Die beiden anwesenden Bürgermeister präsentierten die Pläne, die eine umstiegsfreie Verbindung von der Wetterau über den Hochtaunuskreis bis in die Frankfurter Innenstadt ermöglichen würden. „Wir wollen eine attraktive Alternative zum Auto schaffen, die unsere Städte lebenswerter macht und die Umwelt schont“, fasste Bürgermeister Dahlhaus die gemeinsame Motivation zusammen. „Die Verbindung nach Friedberg schließt die entscheidende Lücke im Schienennetz zwischen dem Hochtaunuskreis und der Wetterau. Deshalb ziehen wir hier gemeinsam an einem Strang“, ergänzte Bürgermeister Keitel.

Die Argumente für das Projekt sind stark: Mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), der Deutschen Bahn und dem Verkehrsministerium stehen die drei Städte in einem konstruktiven Austausch. Auch Landrat Jan Weckler hat seine Unterstützung für das Projekt zugesagt. Zudem sieht auch die DB InfraGO AG strategische Vorteile in der Elektrifizierung, da die Strecke bei großen Bauvorhaben – wie dem Ausbau der S6 oder der Nordmainischen S-Bahn – als wichtige Umleitungsroute dienen und so den Zugverkehr stabilisieren könnte.

Diese strategische Bedeutung überzeugte auch den Bundestagsabgeordneten Dr. Pauls. Er sagte zu, sich in Berlin für das Projekt einzusetzen und die Idee einer „Flügelung“ der S5 in Friedrichsdorf zu unterstützen. „Das gemeinsame und nachdrückliche Engagement der Bürgermeister ist beispielhaft. Die Elektrifizierung der Strecke ist ein wichtiges Puzzlestück für eine moderne und klimafreundliche Mobilität in der Metropolregion. Die Argumente sind überzeugend – insbesondere für die täglichen Pendler. Ich nehme diesen wichtigen Impuls aus der Region mit nach Berlin und werde mich dafür einsetzen, dass dieses zukunftsweisende Projekt die notwendige Unterstützung erhält.“

Durch die Elektrifizierung und die „Flügelung“ könnten die Haltepunkte in Burgholzhausen, Rodheim, Rosbach und Friedberg-Süd direkt an das Frankfurter S-Bahn-Netz angebunden werden. Die von der Fahrgastlobby „Pro Bahn“ eingebrachte Idee sieht eine Teilung der S5 in Friedrichsdorf vor. Da die aus Frankfurt kommende S5 in Zukunft nicht mit allen Wagen weiter bis nach Usingen fahren kann, könnte der in Friedrichsdorf verbleibende Wagen als S5b Richtung Friedberg weiterfahren.

Bürgermeister Steffen Maar verdeutlichte bei einem anschließenden Besuch am Rosbacher Bahnhof die Dringlichkeit des Vorhabens. Insbesondere mit Blick auf die bevorstehenden mehrjährigen Baumaßnahmen auf der Autobahn A5 sei ein verlässlicher und leistungsfähiger ÖPNV entscheidend. „Wir danken Herrn Dr. Pauls für das konstruktive Gespräch und seine Zusage, unser Anliegen in Berlin voranzutreiben“, so Bürgermeister Steffen Maar.

„Die positiven Rückmeldungen zeigen, dass die Zeit für dieses Projekt reif ist. Eine direkte S-Bahn-Anbindung ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit, um unsere Region für Pendler und Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen und den Verkehrsinfarkt auf der A5 abzumildern. Wir loben die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten und werden dieses Momentum jetzt gemeinsam nutzen“, erklärten die drei Bürgermeister gemeinsam.

Aktuell befinden sich für das Projekt erste Voruntersuchungen (z. B. Baugrund- und Umweltprüfungen) in der Durchführung. Ob die Maßnahme realisiert wird, entscheidet sich nach dem Abschluss dieser Vorplanungsphase. Die drei Bürgermeister bleiben gemeinsam am Ball, um das Zukunftsprojekt für die Region voranzubringen.