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Erneute Verzögerung bei der Baustelle am Bahnübergang Waldstraße – Stadt Rosbach schaltet Bundes- und Landesebene ein


Bürgermeister Maar konfrontiert Bahn-Führung und Politik

Nachdem die kooperative Zusammenarbeit und die wiederholten Bitten um einen verlässlichen Zeitplan vonseiten der Stadt nicht gefruchtet haben, hat Bürgermeister Steffen Maar die Angelegenheit nun auf die nächsthöhere Ebene eskaliert. In scharf formulierten Schreiben wurde die Führungsebene der Deutschen Bahn, darunter die Vorstandsvorsitzende sowie der Konzernbevollmächtigte für das Land Hessen, direkt konfrontiert. Zeitgleich wurden das Eisenbahn-Bundesamt als zuständige Aufsichtsbehörde, der Bundes- und der Landesverkehrsminister sowie alle direkt gewählten Bundestags- und Landtagsabgeordneten des Wahlkreises und Landrat Jan Weckler eingeschaltet und um dringende Intervention gebeten.

„Die fortgesetzte Hinhaltetaktik der Deutschen Bahn ist für die Bürgerinnen und Bürger, die Pendler und unsere lokalen Betriebe nicht länger tragbar“, stellt Bürgermeister Steffen Maar klar. „Wir haben monatelang konstruktiv zusammengearbeitet und versucht, die Belastungen vor Ort abzufedern. Diese Geduld ist aufgebraucht. Uns ist bewusst, dass es sich im Gesamtkontext der Bahn um eine vergleichsweise kleine Baustelle handelt. Doch gerade das Scheitern bei solchen für die Menschen alltäglich sichtbaren Projekten verursacht einen immensen Imageschaden. Die öffentliche Wahrnehmung, die sich daraus entwickelt, ist verheerend: Wenn die Deutsche Bahn schon an einem technisch überschaubaren Bahnübergang scheitert, wie soll man ihr dann bei den großen Zukunftsaufgaben wie der Netzsanierung vertrauen? Wir erwarten jetzt ein klares Bekenntnis und absolute Verlässlichkeit.“

Klare Forderungen für einen verbindlichen Abschluss

In den Schreiben an die Verantwortlichen stellt die Stadt Rosbach v. d. Höhe zwei unmissverständliche Kernforderungen: Es wird ein absolut finaler und verbindlicher Zeitplan für die uneingeschränkte Freigabe des Bahnübergangs gefordert, sowie die Benennung eines verantwortlichen Ansprechpartners auf Management-Ebene der Bahn, der mit den notwendigen Entscheidungskompetenzen ausgestattet ist.

Während der Bahnübergang für den Kfz-Verkehr weiterhin gesperrt bleibt, kann er laut Deutscher Bahn zu Fuß und mit dem Fahrrad bereits jetzt wieder genutzt werden. Die Wiederaufnahme des Zugverkehrs auf der Strecke der RB16 zwischen Friedrichsdorf und Friedberg ist von der erneuten Verzögerung am Bahnübergang nicht betroffen und weiterhin für den 23. Februar 2026 geplant. Für Rückfragen steht die Deutsche Bahn mit dem Projektpostfach projekte-wetterau@deutschebahn.com zur Verfügung.