Winter für Gehölzpflege nutzen

Foto: Hessen Mobil

Der 1. Oktober eines Jahres bis zum 28. Februar des Folgejahres ist der Zeitraum für Gehölzpflegemaßnahmen. Darauf weist die Untere Naturschutzbehörde des Wetteraukreises hin. Denn nach dem Bundesnaturschutzgesetz dürfen „Bäume und Gehölze außerhalb gärtnerisch genutzter Flächen und außerhalb des Waldes“ ab 1. März nicht mehr abgeschnitten werden.

Des Weiteren wird um folgendes fachkundiges Vorgehen gebeten: Zwar ist das so genannte Auf-den-Stock setzen von Hecken und Ufergehölzen eine übliche Pflegemaßnahme. Zur Gesunderhaltung von Erlen an Bachufern und für die Sicherung dichter Hecken ist von Zeit zu Zeit eine derartige Verjüngung erforderlich. „Jedoch sollte das immer nur abschnittsweise durchgeführt werden“, rät Naturschutzdezernent Matthias Walther. Ansonsten sei der Eingriff für die Tierwelt zu groß. Er rät zu etwa 50 m langen Abschnitten, insgesamt sollte maximal ein Drittel des jeweiligen Bestands bearbeitet werden. „So verteilt man die Pflegemaßnahmen auf mehrere Jahre. Das gibt bereits bearbeiteten Abschnitten die Möglichkeit, wieder auszuschlagen und nachzuwachsen“, so Walther. Unabhängig davon können darüber hinaus wenn nötig Lichtraumprofile geschnitten oder tief über Wege und landwirtschaftliche Flächen hängende Äste abgesägt werden.

Schnittgut sollte ebenfalls bis Ende Februar beseitigt werden, beispielsweise damit in den aufgeschichteten Reisighaufen keine Vögel nisten. Regulierungen zum Verbrennen pflanzlicher Abfälle  finden Sie auf unserer Homepage unter: https://www.rosbach-hessen.de/verbrennung-pflanzlicher-abfaelle-236.html

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