Wetteraukreis: Ausgangssperre bis zum 10. Januar verlängert

Die im Wetteraukreis seit dem 15. Dezember geltende nächtliche Ausgangssperre sowie das ganztägige Alkoholverbot im öffentlichen Raum wird bis zum 10. Januar 2021 verlängert. Grund dafür ist das unverändert sehr hohe Infektionsgeschehen im Wetteraukreis.

Wie Landrat Jan Weckler in einer Presseerklärung mitteilte, setzt der Wetteraukreis damit weiterhin das aktuelle Eskalationskonzept des Landes Hessen um. In Regionen mit besonders hohem Infektionsgeschehen müssen zusätzliche Maßnahmen zur Eindämmung des Virus eingeleitet werden. Ab einem Schwellenwert von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern gilt die Stufe 6 des Hessischen Eskalationskonzeptes. Auch wenn über die Feiertage und zwischen den Jahren die offiziellen Zahlen möglicherweise unter die 200er Marke sinken, könne die Ausgangssperre nicht automatisch aufgehoben werden. Grund dafür sind die zurückgehenden Testungen und die über die Feiertage verringerten Laborkapazitäten, durch die das realistische Infektionsgeschehen nicht abgebildet wird.

Für die Weihnachtsfeiertage gibt es gemäß der Vorgaben des Landes Ausnahmen: Am 24. Dezember tritt die Ausgangssperre erst um Mitternacht in Kraft, am 25. und 26. Dezember jeweils um 22 Uhr. Für den Silvesterabend gilt die Ausgangssperre allerdings bereits ab 21 Uhr. Danach ist das Verlassen der eigenen Wohnung oder des eigenen Hauses nur aus wichtigen Gründen erlaubt.

Zu den berechtigten Ausnahmen zählt weiterhin, wie bisher auch beispielsweise die Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeit, etwa ein Einsatz der Feuerwehr, des Katastrophenschutzes oder des Rettungsdienstes. Auch dürfen Menschen wegen medizinischer, therapeutischer oder veterinärmedizinischer Versorgungsleistungen unterwegs sein. Ausnahmen gelten auch für die Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts für die Begleitung und Betreuung von unterstützungsbedürftigen Personen oder Minderjährigen, für die Begleitung Sterbender und die Teilnahme an Gottesdiensten zu besonderen religiösen Anlässen. Darüber hinaus dürfen Tiere in diesem Zeitraum außerhalb der Wohnung versorgt werden und es ist möglich, in der Tierseuchenbekämpfung und –Prävention tätig zu sein. Arbeitgeber können ihren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern eine Bescheinigung ausstellen, damit diese nachweisen können, warum sie trotz Ausgangssperre unterwegs sind. Auch der Durchgangsverkehr ist weiterhin erlaubt. Polizei- und Ordnungsbehörden werden die Einhaltung der Ausgangssperre kontrollieren.

Auf Feuerwerk in diesem Jahr verzichten

Das Zünden von Feuerwerkskörpern ist in diesem Jahr im öffentlichen Raum des Wetteraukreises wie in vielen anderen Landkreisen auch untersagt. Vor dem Hintergrund der hohen Verletzungsgefahr und der bereits enormen Belastung des Gesundheitssystems wird die dringende Empfehlung ausgesprochen, auch im privaten Bereich auf das Zünden von Feuerwerkskörpern zu verzichten.  

„Uns ist bewusst, dass alle Maßnahmen erhebliche Einschränkungen für unser tägliches Leben bedeuten, gerade über die Feiertage. Aber gerade bei den nach wie vor zu hohen Zahlen ist die oberste Priorität, dass unser Gesundheitssystem noch verlässlich arbeiten kann. Es gilt alles zu tun, um unsere besonders gefährdeten Mitmenschen zu schützen“, so Landrat Jan Weckler abschließend.

Der Text der Allgemeinverfügung ist im Internet nachlesbar unter:

https://www.wetteraukreis.de/aktuelles/corona/

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