Spatenstich für bezahlbaren Wohnraum in Rosbach

Im Baugebiet Sang in der Eisenkrain findet die nächste bauliche Entwicklung in Rosbach statt. Auf dem 1.861 Quadratmeter großen Grundstück soll ein dreigeschossiges Gebäude mit 15 Wohneinheiten mit ca. 1.100 Quadratmeter Wohnfläche entstehen. Am 01.10.2020 fand der Spatenstich mit Vertretern des Bauvereins "Eigner Herd ist Goldes Wert" e.G. aus Friedberg und der Stadt Rosbach v.d.H. statt.

Vorstandsvorsitzender des Bauvereins Roland Kostial erklärte, dass es das Ziel der Genossenschaft seit über 125 Jahren ist, preiswerten Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Bisher engagierte sich der Bauverein nur in Friedberg. „Mit dem Projekt in Rosbach überwinden wir die Stadtgrenzen und sind davon überzeugt, dass wir mit der Stadt Rosbach erfolgreich zusammenarbeiten werden“, so Kostial. Die Stadt bezuschusst das Bauvorhaben mit einem einmaligen zweckgebundenen Zuschuss in Höhe von 150.000,00 € (10.000,00 €/ Wohnung) und erhält dafür ein Mitspracherecht bei der Wohnungsvergabe. Herr Kostial stellte fest, dass es nicht das Betreiben der Genossenschaft sei, möglichst hohe Renditen zu erzielen, sondern preiswerten Wohnraum für Menschen zu schaffen, die sich trotz Vollzeittätigkeit auf dem freien Wohnungsmarkt nicht mit adäquaten Wohnraum versorgen können, da die Mietpreise zu hoch sind.

Bürgermeister Steffen Maar beleuchtete die Geschichte des Projektes: Zu Beginn des letzten Jahres besichtigte die Stadt auf Einladung der SPD bei einer Exkursion nach Friedberg verschiedene Projekte, unter anderem das letzte Neubauobjekt des Bauvereins Eigner Herd ist Goldes wert. „Aus der Besichtigung ist eine Idee gereift, die dann in den weiteren Schritten in den Gremien vorgestellt werden konnte.“ Die Stadtverordnetenversammlung stimmte mit einer breiten Mehrheit für die Vorlage des Magistrats. Nun entsteht im Baugebiet Sang eine größere Anzahl von bezahlbaren Wohnungen für Rosbacher Familien mit mittlerem Einkommen. „Bis jetzt hat die Stadt Rosbach v.d.H. bezahlbaren Wohnraum mit städtischen Mietwohnungen angeboten. Wir betreten nun Neuland bei der Zusammenarbeit mit dem Bauverein, sind jedoch davon überzeugt, dass das Projekt nicht zu früh sondern gerade rechtzeitig kommt“, so Maar weiter. Konkret sollen hier 6 zwei-Zimmer-Wohnungen à 59 Quadratmeter, 6 drei-Zimmer Wohnungen mit 74 Quadratmeter und 3 vier-Zimmer Wohnungen mit 100 Quadratmeter entstehen. Die bauausführende Firma Langlitz-Bau aus Nieder-Wöllstadt ist eine Firma aus der Region. „Wir machen dieses Projekt für die Familien, die es bei der Preislage in Rosbach, etwas schwerer haben eine Mietwohnung zu finden“, sagte Steffen Maar abschließend.

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