Rosbach empfing die Tour der Hoffnung mit einem großen Hallo

Das Unwetter konnte die Radler nicht aufhalten

Zum 35. Mal treten in diesen Tagen wieder 190 namhafte Sportler, Politiker, Manager, Ärzte und idealistisch gesinnte Bürger kräftig in die Pedale, um krebskranke Kinder zu unterstützen. Die 303 Kilometer lange Benefiz-Radtour begann am Mittwoch traditionell mit einem Prolog in und um Gießen. Am nächsten Tag startete der Tross in Marburg bei herrlichen Wetterbedingungen. Auch Bürgermeister Thomas Alber fuhr einen Teil der Strecke mit. Bei einem Stopp in Wölfersheim war aber leider Schluss mit dem Radeln – Orkane und Unwetter machten den Radlern einen Strich durch die Rechnung – sie mussten auf den Bus ausweichen. Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch. Nur etwas verspätet kamen die Sportler/innen gegen 17:30 Uhr am Tagesziel, dem Unternehmen INNIUS RR in Rosbach, an. Dort wurden sie von Bürger/innen, Mitarbeitern und Organisatoren mit einem großen Hallo empfangen.

Bürgermeister Thomas Alber empfing die Sportler/innen in der Sportstadt Rosbach sehr herzlich. „In Rosbach sind 6.000 Bürger/innen in Sportvereinen aktiv und damit rund die Hälfte der Bevölkerung. Wir freuen uns daher besonders, dass wir diese Tour unterstützen dürfen.“ Er dankte für die großartige Organisation der Tour und den unermüdlichen Helfern. „In Rosbach musste bei aufkommenden Orkanen erst einmal alles abgebaut und dann wieder aufgebaut werden. Aber das wurde gemeinsam gemeistert. Es war ein toller Spaß, einen Teil der Strecke mitfahren zu dürfen. Dabei habe ich erlebt: Man lässt sich hier von nichts aufhalten – auch nicht von Orkanen. Ganz im Gegenteil, das stärkt nur noch den Zusammenhalt.“

Der Höhepunkt war natürlich die Spendenübergabe der einzelnen Rosbacher Vereine, Unternehmen oder auch der Kapersburgschule. Die Schule hatte ihre Schüler/innen zu einem Spendenlauf aufgerufen, was diese mit unermüdlichem Einsatz gerne annahmen. Schulleiter Holger Frieß konnte den Organisatoren der Tour einen Scheck über stolze 14.141,41 Euro überreichen. Insgesamt kamen in Rosbach über 63.000 Euro auf das Konto der Tour zusammen.

„Das ist Wahnsinn!“, so Chef-Organisator Gerhard Becker. „Mit dieser 35. Tour der Hoffnung wollen wir erneut ein nachhaltiges Beispiel geben für ein sportlich-gesellschaftliches Miteinander zum Wohle von hilfsbedürftigen Kindern.“ Dies sehen auch viele Rosbacher Bürger/innen so und waren sich einig, dass diese Aktion unterstützt werden muss.

Ex-Reckweltmeister Eberhard Gienger (MdB) und der Weltmeister im Fallschirmspringen Klaus Renz konnten aufgrund des Sturms leider nicht für die spektakulären Fallschirmabsprünge sorgen.

Bis Samstag geht die Tour weiter über Frankfurt, Darmstadt, Groß-Biberau bis nach Heidelberg. Die Tour-Verantwortlichen hoffen nun auf ein ähnlich gutes Spendenergebnis wie in 2017, bei dem 2.290.000 Euro zusammenkamen. Ein stolzer Betrag, den die begünstigten Institutionen für die so wichtigen Bereiche Forschung, neue Behandlungskonzepte, pflegerische und psychosoziale Betreuung, klinische Versorgung und internationale Hilfe verwendeten. Bei Deutschlands größter privat organisierter Benefiz-Radtour kamen in den vergangenen 34 Jahren mehr als 35 Millionen Euro zusammen, die zu 100 Prozent den Kindern zugutekamen.

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