Hinweise für den nächsten Waldspaziergang

Rußrindenkrankheit und Eichenprozessionsspinner

In der Wetterau sind große Teile der Ahornbäume von der Rußrindenkrankheit befallen. Dies betrifft auch die Bäume in der Rosbacher Gemarkung.

Was ist die Rußrindenkrankheit?

Die Rußrindenkrankheit ist eine Pilzerkrankung, welche sich aufgrund der Hitze und Trockenheit des Sommers 2018 stark verbreitet hatte. Auffällig ist am Ende des Absterbeprozesses der Bäume das Aufplatzen und Abblättern der Rinde sowie die schwarze Verfärbung. Die Ausbreitung des Pilzes erfolgt durch den Sporenstaub.

Ist die Rußrindenkrankheit gefährlich für Menschen?

Die Sporen können bei Einatmung zu Atembeschwerden, allergischen Reaktionen und auch zu Lungenschädigungen führen. Für Spaziergänger im Wald besteht nach heutiger Kenntnis keine Gefährdung. Nur Personen, die beruflich intensiv und ständig den Sporen ausgesetzt sind, sowie Menschen mit vorbelasteter Lunge oder allergischer Vorbelastung sind hier gefährdet.

Welche Maßnahmen werden ergriffen?

In Rosbach erfolgen bei Einzelerkrankungen von Bäumen keine Fällungen, um das bei Fällung und Aufarbeiten des Holzes auftretende Gesundheitsrisiko zu minimieren.

Die städtischen Forstwirte und der Revierleiter behalten die Entwicklungen im Blick, damit bei Gefährdung der Verkehrssicherheit an Wanderwegen oder öffentlichen Straßen sofort eingegriffen werden kann.

Die Waldkindergärten werden laufend über befallene Bäume in der Nähe der Aufenthaltsbereiche informiert.

Was können Waldbesucher tun?

Bleiben Sie auf den befestigten Wegen und halten Sie Abstand zu Ahornbäumen. Machen Sie Ihre Kinder darauf aufmerksam, die Bäume nicht zu berühren.

Der Eichenprozessionsspinner wird seit 2012 auch in Rosbach v. d. Höhe bekämpft. Trotzdem hat er sich weiter verbreitet. Vornehmlich ist der Waldrandbereich östlich der Autobahn zwischen Sang und Löwenhof betroffen. Allerdings sind auch im Stadtgebiet einzelne Eichen betroffen.

Ist der Eichenprozessionsspinner gefährlich für Menschen?

Bei den Larven des Eichenprozessionsspinners entwickeln sich Gifthärchen, die leicht in die Haut und Schleimhaut eindringen. Das darin befindliche Protein löst eine Überempfindlichkeitsreaktion des Immunsystems bei Mensch und Tier aus. Diese Reaktion reicht von Hautentzündungen bis hin zum anaphylaktischen Schock. Sind die Schleimhäute betroffen, kommt es u. a. zu Augenentzündungen, Asthma oder Bronchitis.

Daher ist das Betreten der Befallsgebiete für Personen und Tiere nicht empfehlenswert. Das Berühren der Raupen und Gespinste sollte in jedem Fall vermieden werden.

Welche Maßnahmen werden ergriffen?

Die Stadt Rosbach v.d.Höhe hat eine Fachfirma mit prophylaktischen Maßnahmen zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners an städtischen Eichen im Ortsinnenbereich beauftragt.

Da die Nester leicht übersehen werden können, bittet die Stadtverwaltung Rosbach v.d.Höhe darum, Nesterfunde im innerörtlichen Bereich dem städtischen Bauhof, Herrn Schütz, telefonisch unter 06003 46201-43, mitzuteilen.

Was kann der Einzelne tun?

Der beste Schutz ist die Meidung der Befallsgebiete. Grundsätzlich sollten Waldbesucher auf den befestigten Wegen bleiben. Hautbereiche wie Nacken, Hals und Unterarme sowie Beine sollten durch Bekleidung geschützt werden.

Bei Kontakt mit den Raupenhaaren oder den Gespinsten des Eichenprozessionsspinners sollte die Bekleidung sofort gewechselt, ein Duschbad genommen und die Haare gründlich gewaschen werden.

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