Großes Interesse am Alten Rathaus in Ober-Rosbach

Bürgerwerkstatt mit fast 90 Teilnehmenden beschäftigte sich mit der Zukunft des Alten Rathauses in Ober-Rosbach.

„Ich freue mich sehr, dass so viele Menschen heute zusammengekommen sind. Das zeigt, wie groß das Interesse an der Zukunft des Alten Rathauses ist“, so Bürgermeister Steffen Maar in seiner Begrüßung der Anwesenden. Und so begann die Veranstaltung am vergangenen Donnerstag, dem 21. November, auch ungewöhnlich und mit leichter Verspätung. Denn zunächst mussten für den großen Andrang noch weitere Tische und Stühle aufgebaut werden, an denen im Verlauf des Abends engagiert diskutiert wurde.

Maar führte jedoch zunächst zum aktuellen Sachstand ein und ging kurz auf die Geschichte des Gebäudes, das aus dem 17. Jahrhundert stammt, ein. Das Alte Rathaus hat schon eine bewegte Geschichte, war es doch bis in die 70er Jahre hinein eine Gaststätte, danach Sparkassen- sowie Verwaltungsgebäude und diente in den letzten Jahren vor allem als Treffpunkt für Vereine und die Dorfgemeinschaft. Aufgrund der Sanierungsbedürftigkeit des Gebäudes konnte das Alte Rathaus in der letzten Zeit nicht genutzt werden. Durch Sicherungsarbeiten am Gebäude kann jedoch nun die Sperrung aufgehoben werden, sodass eine Nutzung des Erdgeschosses wieder möglich ist. „Sie sind die Ersten heute, die die gute Nachricht erfahren“, so Maar, der weiter ausführte, dass es aber trotzdem notwendig sei, sich grundsätzlich mit der Zukunft des Alten Rathauses zu beschäftigen. Ein weiteres Abwarten sei nicht vertretbar. Nils Altvater, aus dem Bereich Stadtentwicklung der Stadtverwaltung Rosbach und zuständig für das Projekt, erläuterte, dass in einem offenen Beteiligungsprozess nun gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern, der Kommunalpolitik, den Vereinen, dem Denkmalschutz und weiteren kommunalen Akteuren geklärt werden soll, wie eine zukünftige Nutzung aussehen kann. Dazu diene auch die Bürgerwerkstatt, die die Sichtweisen der Teilnehmenden in den weiteren Prozess einspeisen soll.

Diskutiert wurde dann an den vorbereiteten Tischgruppen auch eifrig. Entstanden sind dabei neue Anregungen und Ideen, aber auch bereits in der Stadtgesellschaft Diskutiertes wurde vertieft. Frau Dr. Soboth (IfR Institut für Regionalmanagement), die zusammen mit Sabine Schleicher (Architekturbüro bauart) den Prozess begleitet, konnte in der Ergebnisvorstellung bereits erste Gemeinsamkeiten ausmachen. In vielen Statements wurde deutlich, dass eine öffentliche Nutzung weiterhin möglich sein soll, man sich aber intensiv um eine gute Nutzungsidee für die Obergeschosse bemühen müsse. Zudem wurde von verschiedenen Diskussionsrunden darauf hingewiesen, dass auch das Areal und der Marktplatz mit in die konzeptionellen Betrachtungen einbezogen werden sollte. Ein schlüssiges Gesamtkonzept sollte am Ende des Prozesses stehen – so der Wunsch.

Alle Diskussionsergebnisse der Bürgerwerkstatt werden nun im Nachgang dokumentiert und stehen dann allen auf der Internetseite der Stadt Rosbach zur Verfügung.

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