Informationen für Unternehmen

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie betreffen auch zahlreiche Unternehmen in Rosbach v. d. Höhe auf unterschiedliche und vielfältige Weise. Daher haben wir für Sie ein paar Informationen zusammengestellt, die für Unternehmen in der aktuellen Situation von Relevanz sein können.

 

1. Verordnung zur Beschränkung von sozialen Kontakten und des Betriebes von Einrichtungen und von Angeboten aufgrund der Corona-Pandemie (Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung) vom 07. Mai 2020 (Stand: 11. Januar 2021)

Die Verordnung zur Beschränkung sozialer Kontakte und des Betriebs von Einrichtungen und Angeboten aufgrund der Corona-Pandemie wurde am 7. Mai 2020 beschlossen und ist am 9. Mai 2020 in Kraft getreten. Sie ersetzt die Dritte Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus vom 14. März 2020 sowie die Vierte Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus vom 17. März 2020.

Auch diese neue Verordnung zielt auf die Eindämmung des SARS-CoV-2 Virus, ab. Sie bestimmt kontaktreduzierende Maßnahmen zur Verlangsamung des Infektionsgeschehens und zum Schutz besonders vulnerabler Gruppen. Durch die Einschränkung von Kontakten und die Aufstellung verschiedener Abstands- und Hygieneregeln für diverse Einrichtungen, Betriebe und Angebote sollen Infektionsketten unterbrochen werden. Die Maßnahmen dienen dem Schutz der Gesundheit der Bevölkerung und sollen auch eine Überlastung des Gesundheitssystems und der in diesem Bereich beschäftigten Personen verhindern.

Die Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung regelt weite Bereiche des öffentlichen Lebens, des Betriebs von Einrichtungen, der Öffnung von Verkaufsstätten und gastronomischen Betrieben sowie der außerschulischen Bildung- und Ausbildung. Aufgrund des weiterhin dynamischen Geschehens in der aktuellen pandemischen Lage werden die Regelungen der Verordnung ständig überprüft und evaluiert.

Für weitere Informationen sehen Sie bitte die Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung der Hessischen Landesregierung.

Hilfreich in der Interpretation der Verordnung sind die entsprechenden Auslegungshinweise. Diese geben anhand von konkreten, nicht abschließenden Fallbeispielen Hinweise zum Verständnis der Verordnung. Die Auflistung ist nach den Regelungsbereichen der Verordnung gegliedert und gibt einen Überblick über häufig nachgefragte Bereiche, wiederholt ggf. ausdrücklich in der Verordnung genannte Bereiche und erläutert die jeweils geltenden Hygieneregeln. Sie ist nicht abschließend. Die Auslegungshinweise ersetzen nicht die Regelungen der Verordnung, sondern konkretisieren sie. Die jeweiligen Hygienevorschriften der Verordnung sind einzuhalten. Die Übersicht wird regelmäßig aktualisiert.

 

2. Förderprogramme für hessische Unternehmen

Im Folgenden werden die verschiedenen Möglichkeiten der Förderungen für hessische Unternehmen aufgezeigt.

 

2.1 Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen

Die Überbrückungshilfe steht branchenübergreifend kleinen und mittleren Unternehmen zur Verfügung, die ihre Geschäftstätigkeit infolge der Corona-Krise anhaltend vollständig oder zu wesentlichen Teilen einstellen mussten.

Die Überbrückungshilfe ist für die Fördermonate September bis Dezember 2020 in die zweite Phase gestartet und im Vergleich zum ersten Förderzeitraum (Juni-August) deutlich ausgeweitet worden!

Konkret sind nun Unternehmen antragsberechtigt, die entweder einen Umsatzeinbruch in Höhe von mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den Vorjahresmonaten erlitten haben, oder die im selben Zeitraum insgesamt einen durchschnittlichen Umsatzeinbruch von mindestens 30 % pro Monat verzeichnen mussten. Bei einem Umsatzrückgang von weniger als 30 % wird weiterhin keine Überbrückungshilfe ausgezahlt. Auch Soloselbstständige und Freiberufler können einen Antrag stellen, wenn sie die Programmvoraussetzungen erfüllen. Gleiches gilt für gemeinnützige Unternehmen und Einrichtungen.

Die Überbrückungshilfe ist ein monatlicher Zuschuss zu den betrieblichen Fixkosten der Monate Juni bis Dezember. Die Förderhöhe berechnet sich an den Umsatzrückgängen gegenüber dem Vorjahresmonat.

Erstattet werden:

  • 40 % der Fixkosten bei Umsatzrückgang zwischen 30 % und 50 %
  • 60 % der Fixkosten bei Umsatzrückgang zwischen 50 % und 70 %
  • 90 % der Fixkosten bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 %

Um auch kleinen Unternehmen mit wenigen Beschäftigen und sehr hohen Fixkosten spürbar zu helfen, sind ab September die entsprechenden Höchstgrenzen der Überbrückungshilfe entfallen. Die maximale Höhe der Überbrückungshilfe beträgt nun unabhängig von der Beschäftigtenzahl 50.000 Euro pro Monat. Damit können Unternehmen je nach Höhe der betrieblichen Fixkosten für die vier Monate bis Dezember 2020 bis zu 200.000 Euro an Zuschüssen erhalten.

Die Überbrückungshilfe erfordert ein zweistufiges Antragsverfahren über eine*n beauftragte*n SteuerberaterIn, WirtschaftsprüferIn oder vereidigte*n BuchprüferIn. Die Antragsfrist endet am 31. Dezember 2020.

Die Antragstellung erfolgt über die bundesweit einheitliche Homepage der Überbrückungshilfe. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Homepage des Bundesfinanzministeriums.

 

2.2 Corona-Hilfe der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

Neben den Soforthilfen für kleine Unternehmen stehen umfassende Kreditprogramme für Unternehmen zur Verfügung. Das KfW Sonderprogramm 2020 ist am 23.03.2020 gestartet. Anträge können seitdem bei der KfW gestellt werden.

Unternehmen, die länger als fünf Jahre am Markt sind und Unternehmen, die mindestens drei Jahre am Markt aktiv sind beziehungsweise zwei Jahresabschlüsse vorweisen können sind berechtigt, Kredite der KfW im Rahmen der Corona-Hilfe zu ausgeschüttet zu bekommen.

Voraussetzung ist, dass die Firma bis zum 31. Dezember 2019 nicht in finanziellen Schwierigkeiten war.

Sie beantragen einen Kredit für Investitionen und Betriebsmittel. Dabei übernimmt die KfW einen Teil des Risikos Ihrer Bank. Das erhöht Ihre Chance, eine Kreditzusage zu erhalten. Für große Unternehmen liegt Risikoübernahme bei bis zu 80 Prozent, für kleine und mittlere Unternehmen bei bis zu 90 Prozent.

Die Antragsstellung erfolgt über Ihre Bank oder Sparkasse. Jeder Antrag wird mit Hochdruck bearbeitet, um Ihnen so schnell wie möglich zu helfen.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Homepage der KfW.

Auch wenn Ihr Unternehmen weniger als drei Jahre am Markt aktiv ist beziehungsweise noch keine zwei Jahresabschlüsse vorlegen kann, können kleine und mittlere Unternehmen sowie große Unternehmen einen ERP-Gründerkredit-Universell für Investitionen und Betriebsmittel beantragen. Voraussetzung: Ihre Bank oder Sparkasse trägt das volle Risiko.

Hinweis: Eine Alternative kann der ERP-Gründerkredit Startgeld sein. Mit diesem Kredit erhalten Sie bis zu 30.000,- Euro für Betriebsmittel – mit bis zu 80 Prozent Risikoübernahme durch die KfW.

Die Hotline der KfW für gewerbliche Kredite lautet: 0800 / 539 9001.

 

2.2.1 KfW-Schnellkredit

Die Bundesregierung baut die Kredithilfen für kleine und mittlere Betriebe aus. Das neue Programm "KfW-Schnellkredit 2020" macht eine noch raschere Unterstützung für mittelständische Unternehmen möglich. Der Kredit wird zu 100 % abgesichert durch eine Garantie des Bundes. Das erhöht Ihre Chance deutlich, eine Kreditzusage zu erhalten.

Der Förderkredit für Anschaffungen (Investitionen) und laufende Kosten (Betriebsmittel) ist für Unternehmen mit 11 bis 249 Mitarbeitern, die mindestens seit Januar 2019 am Markt sind, vorgesehen. Der maximale Kreditbetrag liegt bei bis zu 3 Monatsumsätzen des Jahres 2019 (Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten erhalten max. 500.000 Euro, Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten erhalten max. 800.000 Euro) bei einem Zinssatz von aktuell 3,00 % p.a., 10 Jahren Laufzeit, einer 100 % Risikoübernahme durch die KfW und keiner Risikoprüfung durch Ihre Bank. Voraussetzung zur Beantragung ist, dass Sie zuletzt einen Gewinn erwirtschaftet haben – entweder 2019 oder im Durchschnitt der letzten 3 Jahre.

Weiterführende Informationen zum KfW-Schnellkredit 2020 sowie zur Antragsvorbereitung erhalten Sie auf der Homepage der KfW.

Der KfW-Schnellkredit kann seit dem 15.04.2020 beantragt werden. Sie stellen den Antrag nicht direkt bei der KfW, sondern bei Ihrer Bank.

 

2.3 Liquiditätshilfe für kleine und mittlere Unternehmen (WI-Bank)

Neben der Corona-Soforthilfe unterstützt das Land Hessen die Unternehmen in dieser für die Wirtschaft kritischen Situation in Kooperation mit der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank). Von Donnerstag, 26. März, an können betroffenen hessische Unternehmerinnen und Unternehmern kurzfristige Liquiditätshilfen in Form von Darlehen beantragen. Hierfür wurde das bewährte Kreditprogramm für Kleinunternehmen ausgeweitet auf Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigten.

Mit der neuen Liquiditätshilfe für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Hessen stellt die WIBank über die Hausbank ein so genanntes Nachrangdarlehen in Höhe von mindestens 5.000 Euro bis maximal 200.000 Euro zur Verfügung. Ein Nachrangdarlehen verzichtet auf zusätzliche Risikoabsicherung durch die Hausbank. Das Verfahren sieht so aus: Die Hausbank stellt als notwendige Kofinanzierung zusätzliche eigene Darlehensmittel in Höhe von weiteren 20 Prozent der Summe bereit. Die Darlehenslaufzeit beträgt zwei Jahre mit endfälliger Tilgung oder alternativ fünf Jahre mit zwei tilgungsfreien Jahren. Die „Liquiditätshilfe für KMU“ richtet sich an Kleinstunternehmen, kleine und mittlere Unternehmen im Bereich der gewerblichen Wirtschaft (einschließlich gewerblich tätiger Sozialunternehmen) und freiberuflich Tätige mit Sitz in Hessen.

Darüber hinaus können hessische Unternehmen einen Zuschuss zu Sanierungsgutachten nach IDW S6 bei der WIBank beantragen. Der individuelle Zuschuss kann bis zu 50 Prozent der Kosten für das Sanierungsgutachten, maximal 10.000 Euro betragen. Dies erleichtert den Hausbanken der Unternehmen die Aufrechterhaltung der Finanzierung.

Handwerksbetriebe mit bis zu 25 Mitarbeitenden und 5 Mio. Euro Jahresumsatz können Darlehen zwischen 25.000 und 150.000 Euro erhalten, die von der Hausbank um mindestens 50 Prozent aufgestockt werden. Für dieses Förderdarlehen sind keine banküblichen Sicherheiten notwendig. Weitere Infos unter: www.wibank.de/kfk

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit bis zu 250 Mitarbeitern und 50 Mio. Euro Umsatz können aus diesem Förderprogramm über ihre Hausbank Betriebsmittelkredite bis 1 Mio. Euro erhalten. Weitere Infos unter: www.wibank.de/guw

Die Förderberatung des Landes Hessen bei der WIBank im Rahmen der Coronakrise erreichen Sie unter: www.wibank.de/wibank/corona.

 

2.3.1 Hessen-Mikroliquidität

Kleinunternehmen mit maximal 50 Beschäftigten erhalten Überbrückungskredite zwischen 3.000 und 35.000 Euro im Rahmen der Hessen-Mikroliquidität. Das Programm, welchem die Landesregierung 30 Millionen Euro bereitstellt, ist seit dem 3. April aktiv. Antragsteller benötigen keinerlei bankübliche Sicherheiten und müssen keine Gebühren entrichten. Die Höhe des Kreditbetrages orientiert sich am Liquiditätsbedarf für sechs Monate ab dem 13. März 2020. Die Darlehenslaufzeit beträgt sieben Jahre, die ersten beiden Jahre sind dabei tilgungsfrei. Der Zinssatz liegt bei 0,75 Prozent pro Jahr.

Weitere Informationen zur Hessen-Mikroliquidität entnehmen Sie bitte der Homepage der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen.

 

2.4 Wirtschaftsstabilisierungsfonds

Bundestag und Bundesrat haben am 25.03.2020 bzw. am 27.03.2020 einen großvolumigen Wirtschaftsstabilisierungsfonds der Bundesregierung auf den Weg gebracht: Mit Mitteln von bis zu 600 Milliarden Euro federt er die ökonomischen Auswirkungen der Pandemie auf Unternehmen ab, deren Bestand für den Standort Deutschland oder den Arbeitsmarkt erhebliche Bedeutung hat. Er richtet sich an große Unternehmen mit einer Bilanzsumme von mehr als 43 Millionen Euro, Umsatzerlösen von mehr als 50 Millionen Euro und mehr als 249 Arbeitnehmern. Jedoch müssen nur zwei von drei dieser Kriterien erfüllt sein. Er soll ebenfalls Liquiditätsengpässe beseitigen, die Refinanzierung am Kapitalmarkt unterstützen und vor allem auch die Kapitalbasis von Unternehmen stärken. Der „Wirtschaftsstabilisierungsfonds“ besteht aus:

  • 400 Milliarden Euro Staatsgarantien für Verbindlichkeiten
  • 100 Milliarden Euro für direkte staatliche Beteiligungen
  • 100 Milliarden Euro für Refinanzierung durch die KfW-Sonderprogramme

Die Unterstützungsmöglichkeiten des Fonds gelten auch für systemrelevante kleinere Unternehmen und Unternehmen im Bereich kritischer Infrastruktur (hierzu zählen auch kommunale Unternehmen) sowie für Start-ups, die seit dem 01.01.2017 in mindestens einer abgeschlossenen Finanzierungsrunde von privaten Kapitalgebern mit einem Unternehmenswert von mindestens 50 Millionen Euro einschließlich des durch diese Runde eingeworbenen Kapitals bewertet wurden. Der Fonds kann sich auch zeitlich begrenzt direkt an Unternehmen beteiligen. Ziel ist es dabei auch, einen Ausverkauf deutscher Wirtschafts-und Industrieinteressen zu verhindern. Die Bundesregierung greift damit auf den SoFFin –den Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung –zurück, der in der Finanzkrise bereits funktioniert hat.

Weitere Informationen zu den Wirtschaftsstabilisierungsfonds entnehmen Sie bitte der Homepage des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

 

2.5 Bürgschaften

Um den kleinen und mittleren Unternehmen Liquidität in der aktuellen Corona-Krise zu sichern, haben wir unsere Fördermöglichkeiten erneut erweitert und verbessert. Ab sofort ist es bis zum 31.12.2020 möglich, im Rahmen der Bundesregelung Bürgschaften 2020 Bürgschaften der Bürgschaftsbank bis zu 90% zu erhalten.

Bei einer 90%-igen Bürgschaft

  • liegt die Bemessungsgrenze des Kreditbetrages bei 25% des Umsatzes 2019 oder der zweifachen Jahressumme aller Löhne/Gehälter des beantragenden Unternehmens;
  • auch Kleinunternehmen bis 10 Mitarbeitern können gefördert werden;
  • beträgt die maximale Bürgschaftslaufzeit 6 Jahre (längere Kreditlaufzeit möglich);
  • Kontokorrentkredite können verbürgt werden;
  • Antragstellung erfolgt über die Hausbank.

Weitere Informationen zu den Wirtschaftsstabilisierungsfonds entnehmen Sie bitte der Homepage der Bürgschaftsbank Hessen.

 

2.6 November- & Dezemberhilfe

Die außerordentliche Wirtschaftshilfe des Bundes unterstützt Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, denen aufgrund staatlicher Anordnung das Geschäft untersagt wird.

Auch diejenigen Unternehmen, die zwar nicht direkt von einer staatlichen Schließungsanordnung betroffen sind, faktisch aber dennoch an der Ausübung ihres Gewerbes gehindert sind, sollen direkt antragsberechtig sein. Dies gilt für alle Unternehmen, die regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den Schließungs-Maßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen.

Die Wirtschaftshilfe wird als einmalige Kostenpauschale ausbezahlt. Bezugspunkt ist der Umsatz im November 2019 (Novemberhilfe) bzw. Dezember 2019 (Dezemberhilfe). Der Erstattungsbetrag beträgt 75 Prozent des entsprechenden Vergleichsumsatzes. Die Hilfen werden mit bereits erhaltenen staatlichen Leistungen für den Zeitraum, wie zum Beispiel Überbrückungshilfe, verrechnet.

Bei Unternehmen und Soloselbständigen, die im Falle der Novemberhilfe nach dem 31. Oktober 2019 beziehungsweise im Falle der Dezemberhilfe nach dem 30. November 2019 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, wird der Vergleich mit den Umsätzen von Oktober 2020 herangezogen. Soloselbständige haben ein Wahlrecht: Sie können als Bezugsrahmen für den Umsatz auch den durchschnittlichen Vorjahresumsatz 2019 zugrunde legen.

Die November- und Dezemberhilfe wird jeweils bis zu einer Obergrenze von 1 Millionen Euro gewährt, soweit der bestehende beihilferechtliche Spielraum des Unternehmens das zulässt. Andere staatliche Leistungen, wie z. B. die Überbrückungshilfe oder das Kurzarbeitergeld werden angerechnet. Reine Liquiditätshilfen, wie zum Beispiel rückzahlbare KfW-Kredite, werden nicht angerechnet.

Wie auch bei der Überbrückungshilfe erfolgt die Antragstellung elektronisch durch SteuerberaterInnen, WirtschaftsprüferInnen, vereidigte BuchprüferInnen oder RechtsanwältInnen über die Überbrückungshilfe-Plattform. Soloselbstständige sind bis zu einem Förderhöchstsatz von 5.000 Euro unter besonderen Identifizierungspflichten direkt antragsberechtigt.

Eine Antragsstellung für die Novemberhilfe ist bis zum 31. Januar 2021, für die Dezemberhilfe bis zum 31. März 2021 möglich.

Um Missbrauch vorzubeugen, werden Maßnahmen zur Sicherstellung der Identität des Antragstellers vorgesehen.

Damit das Geld schnell bei den Betroffenen ankommt, erfolgen seit Ende November Abschlagszahlungen über die Bundeskasse. Abschlagszahlungen zur Dezemberhilfe erfolgen seit Anfang Januar 2021.

Weitere Informationen zu den steuerlichen Hilfsmaßnahmen entnehmen Sie bitte der Homepage des Bundesfinanzministeriums.

 

2.7 Soforthilfe: Zuschüsse für Klein(st)unternehmen und Solo-Selbstständige

Bis zum 31. Mai konnten Anträge auf Soforthilfe über ein Online-Formular beim Regierungspräsidium Kassel eingereicht werden. Fristgerecht eingereichte Anträge werden weiterhin bearbeitet.

Diejenigen, die einen Antrag gestellt haben und ihren unterschriebenen Antrag hochladen müssen, können dies weiterhin über den in der Bestätigungs-Email angebenden Link erledigen. Auch das Beantworten von Rückfragen ist weiterhin möglich. Die vergebenen Zugangsdaten behalten auch über den 31. Mai hinaus ihre Gültigkeit.

Wer feststellt, dass ausgezahlte Soforthilfe entgegen der ursprünglichen Annahme nicht benötigt wird, kann diese über die Bankverbindung des Wirtschaftsministeriums zurück überweisen:

Begünstigter: HMWEVW-Transfer

IBAN: DE66 5005 0000 0001 0062 53

 

Um die Rückzahlung zuordnen zu können, muss auf der Überweisung folgende Informationen im Verwendungszweck angegeben werden:

  • „Rückzahlung Soforthilfe“
  • Name des Antragstellers
  • Geschäftszeichen des Bewilligungsbescheids

Weitere Informationen zur Hessen-Mikroliquidität entnehmen Sie bitte der Homepage der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen.

 

3. Steuerliche Hilfen für Unternehmen und Beschäftigte

Um Unternehmen und Beschäftigte in der Corona-Pandemie zu unterstützen, erhalten sie vielfältige steuerliche Hilfen. Am 28. Mai hat der Bundestag das Corona-Steuerhilfegesetz verabschiedet und damit ein weiteres Paket auf den Weg gebracht. Es sieht unter anderem eine befristete Senkung des Umsatzsteuersatzes für Speisen auf 7 % vor, damit Gastronomiebetriebe die Krise gut überstehen.

Alle Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen sollen so gut wie möglich durch diese Krise kommen. Auch die Steuerpolitik trägt dazu bei, dass sich wirtschaftlich besonders betroffene Akteure jetzt stabilisieren und nach der Krise schnell wieder erholen können.

Um Unternehmen in der Corona-Pandemie dabei zu unterstützen, ihre Ausstattung mit Liquidität zu verbessern, erhalten sie steuerliche Hilfen. Das Bundesfinanzministerium hat dazu mit den obersten Landesfinanzbehörden eine Reihe konkreter steuerlicher Erleichterungen abgestimmt.

Neben steuerlichen Hilfen stehen Unternehmen, Selbstständigen und Beschäftigten umfassende und zielgerichtete Unterstützung in der Corona-Krise zur Verfügung. Sie sind Bestandteil eines Milliarden-Schutzschilds für Deutschland.

Weitere Informationen zu den steuerlichen Hilfsmaßnahmen entnehmen Sie bitte der Homepage des Bundesfinanzministeriums.

 

4. Kurzarbeit

Die Bundesregierung hat erleichterte Zugangsregeln für das Kurzarbeitergeld geschaffen. Rückwirkend zum 1. März 2020 gelten daher folgende Regelungen:

  • Wenn aufgrund schwieriger wirtschaftlicher Entwicklungen Aufträge ausbleiben, kann ein Betrieb Kurzarbeit anmelden. Das gilt vorübergehend bereits, wenn mindestens zehn Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind. Diese Schwelle liegt grundsätzlich bei 30 Prozent der Belegschaft.

  • Auf den Aufbau von Minusstunden soll in der aktuellen Situation vollständig oder teilweise verzichtet werden können. Das geltende Recht verlangt, dass in Betrieben, in denen Vereinbarungen zu Arbeitszeitschwankungen genutzt werden, diese auch zur Vermeidung von Kurzarbeit eingesetzt und ins Minus gefahren werden.

  • Auch Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können Kurzarbeitergeld beziehen.

  • Wer aufgrund von Kurzarbeit unter das Grundsicherungsniveau rutscht, kann aufstockend SGBII-Leistungen in Anspruch nehmen. Die Leistung wird unbürokratischer zugänglich gemacht, um Notsituationen abzuwenden.

Kurzarbeitergeld wird vom Arbeitgeber beantragt. Der Antrag muss innerhalb von 3 Monaten bei der Agentur für Arbeit eingereicht werden, in deren Bezirk die zuständige Lohnabrechnungsstelle liegt.

Die Höhe des Kurzarbeitergeldes richtet sich danach, wie hoch der finanzielle Verlust nach der Zahlung von Steuern für ist. Grundsätzlich werden rund 60 Prozent des ausgefallenen Nettoentgelts bezahlt. Lebt mindestens ein Kind mit im Haushalt, beträgt das Kurzarbeitergeld rund 67 Prozent des ausgefallenen Nettoentgelts.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den Seiten der Bundesregierung, der Bundesagentur für Arbeit sowie des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Die Hotline zu Kurzarbeit von der Bundesagentur für Arbeit lautet 0800/45555-20

 

5. Perspektivenberatung Mittelstand des RKW Hessen

Die RKW Hessen GmbH und das angeschlossene Beraternetzwerk möchten mittelständische Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler, die vom Coronavirus betroffen sind, unterstützen. Für vom Coronavirus betroffene Unternehmen können Beratungen zu 100% über die Beratungsförderung des Bundes gefördert werden! Bis zu 4 Tage Beratungsunterstützung (bis zu 4.000,- €) werden kostenfrei geleistet! Die Unternehmen müssen lediglich die Kosten der Umsatzsteuer (max. 760,- €) selbst tragen. Die Auszahlung der Förderung geht nach Abschluss der Beratung direkt an das RKW Hessen.

Zielgruppe der Maßnahme sind alle kleinen und mittleren Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von max. 50 Mio. € oder eine Jahresbilanzsumme von max. 43 Mio. €.

 

Weiterführende Informationen entnehmen Sie bitte der Homepage des RKW Hessen.

Anfragen können direkt über das RKW Hessen, wahlweise via Mail (perspektive@rkw-hessen.de) oder über das Antragsformular gestellt werden.

 

6. Erntehelfer / Landwirtschaft

In Anbetracht der Problematik fehlender Erntehelfer, legen wir insbesondere den Landwirten die Plattform www.daslandhilft.de/ ans Herz. Es handelt sich hierbei um eine Initiative des Bundesverbands der Maschinenringe e.V., gemeinsam mit Landesverbänden und regionalen Maschinenringen und in Kooperation mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Über die Plattform können sich potentielle Helfer sowie hilfesuchende Landwirte unter Angabe von Arbeitsfeldern, Voraussetzungen etc. vernetzen. In der Selbsthilfeorganisation sind bereits jetzt etwa 187.000 landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland organisiert.

 

7. Wichtige Hotlines für Unternehmen im Überblick

Hessenweite Hotline für Fragen, Anliegen und Informationen zum Coronavirus

Telefon: 0800 - 555 4666
täglich von 08:00-20:00 Uhr

Sie können uns Ihre Fragen auch unter buergertelefon@stk.hessen.de per E-Mail stellen.

 

Infotelefon des Bundesgesundheitsministeriums zum Coronavirus

Telefon: 030 346465 100
Mo – Do 08:00 bis 18:00 Uhr, Fr 08:00 bis 12:00 Uhr

 

Hotline des Bundeswirtschaftsministeriums für allgemeine wirtschaftsbezogene Fragen zum Coronavirus

Telefon: 030 18615 1515
Mo – Fr 09:00 bis 17:00 Uhr

 

Unternehmerhotline der Bundesagentur zur Beantragung von Kurzarbeitergeld*

Telefon: 0800 45555 20
Mo – Fr 08:00 bis 12:00 Uhr, zusätzlich Mo 14:00 bis 16:00 Uhr, Do 14:00 bis 18:00 Uhr

*Zuständig ist die örtliche Arbeitsagentur in Friedberg

 

Informationen Gastgewerbe

DEHOGA Hessen: https://www.dehoga-hessen.de/

Hotel- und Gastronomieverband DEHOGA Hessen e.V.
Auguste-Viktoria-Straße 6
65185 Wiesbaden
Fon 0611/99201-0
Fax 0611/99201-22
info​@​dehoga-hessen.de

DEHOGA Mittelhessen: https://www.dehoga-hessen.de/dehoga-hessen/dehoga-vor-ort/kreisverbaende/mittelhessen/?L=0

 

Informationen Handel

Handelsverband Hessen: https://www.hvhessen.de/de

Handelsverband Hessen-Süd e.V.
Flughafenstraße 4a
60528 Frankfurt am Main
Telefon: 069-133091 0
Telefax: 069-133091 99
E-Mail: service@einzelhandelsverband.de

 

Informationen Handwerk

Handwerkskammer Wiesbaden: https://www.hwk-wiesbaden.de/artikel/faqs-zur-coronakrise-wichtige-hinweise-44,0,3391.html

HWK Wiesbaden
Bierstadter Straße 45
65189 Wiesbaden
Telefon 0611 136-0
Fax 0611 136-155
info@hwk-wiesbaden.de

 

Informationen Baugewerbe

Verband baulicher Unternehmer Hessen e. V.: https://www.bgvht.de/corona-infos/

BGVHT Hauptgeschäftsstelle Frankfurt a.M.
Emil-von-Behring-Straße 5
60439 Frankfurt a.M.
Telefon 069-95809-0
Fax 069-95809-233
baugewerbe@bgvht.de

 

8. Weiterführende Links zur aktuellen Informationslage

 

  • Auf den Internetseiten des Robert Koch-Instituts finden Sie den stets aktualisierten Sachstand zum Thema Coronavirus sowie Hinweise zu vorbeugenden Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen: www.rki.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  • Der Verband baulicher Unternehmer Hessen e. V. hat auf seiner Homepage neben allgemeinen Informationen auch solche zu arbeitsrechtlichen Behandlungen einer Pandemie, zu Auswirkungen einer Pandemie auf Bauverträge sowie einige betriebswirtschaftliche Informationen zusammengestellt: https://www.bgvht.de/corona-infos/

 

  • Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat verschiedene Hinweise, Materialien und Internetseiten mit aktuellen Informationen rund um diese Thematik zusammengestellt: www.zdh.de/themen-a-z/coronavirus/

 

Falls Sie sich nicht sicher sind, wo Sie die Informationen bekommen, die Sie benötigen, hilft Ihnen die Wirtschaftsförderung der Stadt Rosbach v. d. Höhe selbstverständlich sehr gerne weiter!

Ansprechpartner

Nils Altvater

Tel.: 06003 / 822-222
Fax: 06003 / 822-106
E-Mail: altvater@rosbach-hessen.de