Informationen für Unternehmen

Das Coronavirus verbreitet sich in Deutschland rasant und betrifft entsprechend auch immer mehr Unternehmen in Rosbach v. d. Höhe auf unterschiedliche und vielfältige Weise. Daher haben wir für Sie ein paar Informationen zusammengestellt, die für Unternehmen in der aktuellen Situation von Relevanz sein können.

 

1. Unterstützung für Unternehmen / Regelungen zu Gastronomie

Die hessische Landesregierung hat heute neue Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus beschlossen. Statt 100 Personen dürfen sich nur noch maximal fünf Personen in Gruppen zusammenfinden. „Ich appelliere an die Vernunft der Menschen.“, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier.

Außerdem werden Restaurants und Gaststätten ab Samstag 12 Uhr geschlossen. Bereits vor der Pressekonferenz ist die Meldung im Internet verbreitet worden. „Wir haben daraufhin sofort in Wiesbaden nachgefragt, was das für unsere Gastronomie-Betriebe bedeutet. Auch und besonders in dieser schweren Zeit sind wir für unsere Gastronomie da.“, sagte Bürgermeister Maar. Im Moment bleibt ein Abhol- oder Bringservices erlaubt, lediglich das Verzehren/ der Aufenthalt in einer Gaststätte soll untersagt werden.

Dies sind die Ergebnisse aus der heutigen Pressekonferenz. Weitere Infos folgen, wenn die Verordnung des Landes veröffentlicht ist.

Auf der städtischen Internetseite soll in den nächsten Tagen eine Plattform aufgebaut werden, auf der sich Unternehmen präsentieren können. Aufgeführt werden sollen Kontaktdaten (Anschrift, vor allem aber Telefonnummer, Website, ggfs. Mailadresse), Öffnungszeiten aber auch was das Unternehmen anbietet und wie Bürger/innen das Angebot in Anspruch nehmen können.

„Es gilt, zusammenzuhalten und einander zu unterstützen, wo es nur geht. Wir würden uns freuen, wenn wir Ihnen damit aktiv helfen können. Für mich als Bürgermeister ist die Unterstützung der Betriebe in unserer Stadt ein großes Anliegen.“, sagte Bürgermeister Steffen Maar.

 

2. Kapitalbedarf und Finanzierung

Zur Deckung kurzfristigen Liquiditätsbedarfs stehen für Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und der freien Berufe die etablierten Förderinstrumente zur Verfügung. Im Rahmen des beschlossenen Schutzschilds für Unternehmen (https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Downloads/S-T/schutzschild-fuer-beschaeftigte-und-unternehmen.pdf?__blob=publicationFile&v=14) werden diese bestehenden Programme für Liquiditätshilfen ausgeweitet, um den Zugang der Unternehmen zu günstigen Krediten zu erleichtern. Auf diese Weise können im erheblichen Umfang liquiditätsstärkende Kredite der Hausbanken mobilisiert werden. Dazu werden die etablierten Instrumente zur Flankierung des privaten Kreditangebots ausgeweitet und für mehr Unternehmen verfügbar gemacht. Bei Liquiditätsproblemen in Folge der Corona-Krise wenden Sie sich bitte direkt an die Förderberatung des Landes Hessen bei der WIBank (www.wibank.de/wibank/corona).

Zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen aufgrund von Umsatzausfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen Kredit- und Bürgschaftsprogramme des Landes bereit.

 

2.1. Kapital für Kleinunternehmen (KfK)

Handwerksbetriebe mit bis zu 25 Mitarbeitenden und 5 Mio. Euro Jahresumsatz können Darlehen zwischen 25.000 und 150.000 Euro erhalten, die von der Hausbank um mindestens 50 Prozent aufgestockt werden. Für dieses Förderdarlehen sind keine banküblichen Sicherheiten notwendig. Weitere Infos unter: www.wibank.de/kfk

 

2.2. Gründungs- und Wachstumsfinanzierung Hessen (GuW)

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit bis zu 250 Mitarbeitern und 50 Mio. Euro Umsatz können aus diesem Förderprogramm über ihre Hausbank Betriebsmittelkredite bis 1 Mio. Euro erhalten. Weitere Infos unter: www.wibank.de/guw

 

2.3. KfW-Bank

Unternehmen, Selbständige und Freiberufler, stehen zudem eine Auswahl von Krediten der KfW-Bank zur Verfügung. Informationen zu den Programmen im Kontext des Coronavirus entnehmen Sie bitte der Webseite der KfW: https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/KfW-Corona-Hilfe-Unternehmen.html

Die Hotline der KfW für gewerbliche Kredite lautet: 0800 539 9001.

 

2.4. Bürgschaften

Für Unternehmen, die bis zur Krise tragfähige Geschäftsmodelle hatten, können Bürgschaften für Betriebsmittel zur Verfügung gestellt werden. Bis zu einem Betrag von 2,5 Millionen Euro werden diese durch die Bürgschaftsbanken bearbeitet. Die Bürgschaftsbank Hessen bietet in Zusammenarbeit mit dem Land Hessen Bürgschaften bis 2,5 Mio. Euro mit einer Bürgschaftsquote von bis zu 80 Prozent an. Dazu zählen auch Express-Bürgschaften für Kredite bis zu 300.000 Euro, die mit einer Bürgschaftsquote von 60 Prozent besichert und bei Erfüllung aller Kriterien besonders schnell erteilt werden. Weitere Infos unter: www.bb-h.de/kontakt/

Darüber hinaus sind die Länder beziehungsweise deren Förderinstitute zuständig. Ab einem Bürgschaftsbetrag von 20 Millionen Euro beteiligt sich der Bund in den strukturschwachen Regionen am Bürgschaftsobligo im Verhältnis fünfzig zu fünfzig. Außerhalb dieser Regionen beteiligt sich der Bund an der Absicherung von Betriebsmittelfinanzierungen und Investitionen ab einem Bürgschaftsbedarf von 50 Mio. Euro und mit einer Bürgschaftsquote von bis zu 80%. Bürgschaften können maximal 80 Prozent des Kreditrisikos abdecken, das heißt, die jeweilige Hausbank muss mindestens 20 Prozent Eigenobligo übernehmen.

Das Land Hessen übernimmt in besonderen Fällen Landesbürgschaften in der Regel über 1,25 Mio. Euro, um in Kooperation mit der Hausbank sowohl die Finanzierung von Investitionen als auch die finanzielle Überbrückung von Liquiditätsengpässen abzusichern. Weitere Infos unter: www.wibank.de/landesbuergschaften

Weitere Informationen zu Bürgschaften gibt es vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hier: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/coronavirus.html

 

3. Steuerliche Erleichterungen

Das Bundesfinanzministerium stimmt mit den Bundesländern umfassende Liquiditätshilfen für Unternehmen ab. In Aussicht gestellt sind folgende Maßnahmen:

  • Fällige Steuern sollen zinsfrei gestundet werden, wenn die Umsätze aufgrund der Corona-Krise eingebrochen sind. Das geht durch Anweisungen an die Finanzverwaltung, die für die meisten Steuern bei den Ländern liegt. Es soll dafür ein erleichtertes Verfahren geben.
  • Steuervorauszahlungen können leichter zumindest bei der Einkommen- und Körperschaftsteuer angepasst werden. Auch dies soll unkompliziert möglich sein. Allerdings ist noch unklar, ob dies auch für die Umsatzsteuer und die Gewerbesteuer gilt.
  • Vollstreckungsmaßnahmen wie etwa Kontopfändungen sollen bis zum 31. Dezember 2020 ausgesetzt werden, solange der Steuerschuldner von den Auswirkungen des Corona-Virus betroffen ist.

Weitere Infos zum Thema finden Sie unter: www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Oeffentliche_Finanzen/2020-03-04-Finanzhilfe-Corona.html

 

4. Kurzarbeit

Die Bundesregierung hat erleichterte Zugangsregeln für das Kurzarbeitergeld geschaffen. Diese Regeln sollen ab Anfang April 2020 gelten:

  • Betriebe können Kurzarbeitergeld schon dann nutzen, wenn nur zehn Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind.
  • Die Sozialversicherungsbeiträge werden vollständig von der Bundesagentur für Arbeit erstattet.
  • Es wird teilweise oder vollständig auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden verzichtet.
  • Auch Leiharbeitnehmer erhalten Kurzarbeitergeld.

Für den Fall von Betriebsschließungen oder Schwierigkeiten im Betrieb aufgrund von ausbleibenden Aufträgen oder fehlenden Zulieferungen kann das Kurzarbeitergeld eingreifen. Es kann auf Antrag im Einzelfall durch die jeweilige zuständige Agentur für Arbeit gewährt werden.

Weitere Informationen zu Thema Kurzarbeit erhalten Sie über die Arbeitsagentur (https://www.arbeitsagentur.de/news/corona-virus-informationen-fuer-unternehmen-zum-kurzarbeitergeld oder über die Hotline zu Kurzarbeit von der Bundesagentur für Arbeit: 0800 4 5555 20) oder auch über das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/coronavirus.html)

 

5. Wichtige Hotlines für Unternehmen im Überblick

Infotelefon des Bundesgesundheitsministeriums zum Coronavirus

Telefon: 030 346465 100
Mo – Do 08:00 bis 18:00 Uhr, Fr 08:00 bis 12:00 Uhr

 

Hotline des Bundeswirtschaftsministeriums für allgemeine wirtschaftsbezogene Fragen zum Coronavirus

Telefon: 030 18615 1515
Mo – Fr 09:00 bis 17:00 Uhr

 

Unternehmerhotline der Bundesagentur zur Beantragung von Kurzarbeitergeld*

Telefon: 0800 45555 20
Mo – Fr 08:00 bis 12:00 Uhr, zusätzlich Mo 14:00 bis 16:00 Uhr, Do 14:00 bis 18:00 Uhr

*Zuständig ist die örtliche Arbeitsagentur in Friedberg

 

Informationen Gastgewerbe

DEHOGA Hessen: https://www.dehoga-hessen.de/

Hotel- und Gastronomieverband DEHOGA Hessen e.V.
Auguste-Viktoria-Straße 6
65185 Wiesbaden
Fon 0611/99201-0
Fax 0611/99201-22
info​@​dehoga-hessen.de

DEHOGA Mittelhessen: https://www.dehoga-hessen.de/dehoga-hessen/dehoga-vor-ort/kreisverbaende/mittelhessen/?L=0

 

Informationen Handel

Handelsverband Hessen: https://www.hvhessen.de/de

Handelsverband Hessen-Süd e.V.
Flughafenstraße 4a
60528 Frankfurt am Main
Telefon: 069-133091 0
Telefax: 069-133091 99
E-Mail: service@einzelhandelsverband.de

 

Informationen Handwerk

Handwerkskammer Wiesbaden: https://www.hwk-wiesbaden.de/artikel/faqs-zur-coronakrise-wichtige-hinweise-44,0,3391.html

HWK Wiesbaden
Bierstadter Straße 45
65189 Wiesbaden
Telefon 0611 136-0
Fax 0611 136-155
info@hwk-wiesbaden.de

 

Informationen Baugewerbe

Verband baulicher Unternehmer Hessen e. V.: https://www.bgvht.de/corona-infos/

BGVHT Hauptgeschäftsstelle Frankfurt a.M.
Emil-von-Behring-Straße 5
60439 Frankfurt a.M.
Telefon 069-95809-0
Fax 069-95809-233
baugewerbe@bgvht.de

 

6. Weiterführende Links zur aktuellen Informationslage

Auf den Internetseiten des Robert Koch-Instituts finden Sie den stets aktualisierten Sachstand zum Thema Coronavirus sowie Hinweise zu vorbeugenden Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen. www.rki.de

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat verschiedene Hinweise, Materialien und Internetseiten mit aktuellen Informationen rund um diese Thematik zusammengestellt. www.zdh.de/themen-a-z/coronavirus/

Auch auf der Seite des Bundesministerium für Gesundheit ist der jeweils tagesaktuelle Kenntnisstand zum Coronavirus zusammengefasst. https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html

Auf der Seite des Hessisches Ministerium für Soziales und Integration ist der jeweils aktuelle Stand zum Coronavirus mit Informationen für Hessen zusammengefasst.
www.soziales.hessen.de/gesundheit/infektionsschutz/coronavirus-sars-cov-2

Viele Antworten zu häufig gestellten Fragen rund um das Coronavirus sind darüber hinaus auch auf der Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zu finden.
https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat häufige Fragen und Antworten zu arbeitsrechtlichen Auswirkungen zusammengefasst. www.bmas.de/DE/Presse/Meldungen/2020/corona-virus-arbeitsrechtliche-auswirkungen

Zu arbeitsrechtlichen Folgen für Handwerksbetriebe finden Sie einen Praxisleitfaden in Form eines PDF-Dokuments auf der Seite der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). https://www.arbeitgeber.de/www/arbeitgeber.nsf/res/Arbeitsrechtliche-Folgen-einer-Pandemie.pdf/$file/Arbeitsrechtliche-Folgen-einer-Pandemie.pdf

Informationen des Auswärtigen Amtes. www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/reise-gesundheit

Infos für Arbeitgeber und Arbeitnehmer finden Sie auf der Homepage der Handwerkskammer Wiesbaden. https://www.hwk-wiesbaden.de/artikel/faqs-zur-coronakrise-wichtige-hinweise-44,0,3391.html#InfosAGAN

Die IHK Gießen-Friedberg hat auf ihrer Homepage ebenfalls wichtige Informationen für Unternehmen gebündelt: https://www.giessen-friedberg.ihk.de/geschaeftsbereiche/standortpolitik/standortinformationen-neu/infomationen-fuer-unternehmen-4721062

Die Wirtschaftsförderung Wetterau übernimmt im Zuge der Corona-Krise eine Lotsenfunktion für alle Wetterauer Unternehmen. Auf der Website sind die derzeit verfügbaren Konjunktur- und Finanzierungsprogramme zusammengefasst aufgeführt. Diese Seite wird ständig aktuell gehalten: https://www.wfg-wetterau.de/wirtschaft/unternehmensservice/coronavirus.html

Der Verband baulicher Unternehmer Hessen e. V. hat auf seiner Homepage neben allgemeinen Informationen auch solche zu arbeitsrechtlichen Behandlungen einer Pandemie, zu Auswirkungen einer Pandemie auf Bauverträge sowie einige betriebswirtschaftliche Informationen zusammengestellt: https://www.bgvht.de/corona-infos/

 

Falls Sie sich nicht sicher sind, wo Sie die Informationen bekommen, die Sie benötigen, hilft Ihnen die Wirtschaftsförderung der Stadt Rosbach v. d. Höhe selbstverständlich sehr gerne weiter!

Ansprechpartner

Nils Altvater

Tel.: 06003 / 822-222
Fax: 06003 / 822-106
E-Mail: altvater@rosbach-hessen.de