Bebauungspläne im Beteiligungs- und Veröffentlichungsverfahren

Der/die nachfolgend aufgeführte/n Bebauungsplan/-pläne befindet/n sich zur Zeit im Aufstellungsverfahren und ist/sind in der Offenlegungsphase:

Nr. 11 „Gewerbegebiet am Bahnhof“ 1. Änderung
OR 25 „Gewerbegebiet Südumgehung Ost, 2. Bauabschnitt“

Bebauungsplan im Beteiligungs- und Veröffentlichungsverfahren

Bauleitplanung der Stadt Rosbach v.d. Höhe, Stadtteil Ober-Rosbach
Bebauungsplan OR 25 „Gewerbegebiet Südumgehung Ost, 2. Bauabschnitt“
Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB)

Die Stadt Rosbach v.d. Höhe betreibt die Aufstellung des Bebauungsplanes OR 25 „Gewerbegebiet Südumgehung Ost, 2. Bauabschnitt“. Die Abgrenzung des räumlichen Geltungsbereichs ist der nachfolgenden Übersichtskarte zu entnehmen.

Planziel des Bebauungsplanes ist im Wesentlichen die Ausweisung eines Gewerbegebietes im Sinne von § 8 Baunutzungsverordnung (BauNVO) in Verlängerung der Carl-Benz-Straße unter Einbeziehung des nicht mehr benötigten Ladegleises im Norden.

Die Aufstellung des Bebauungsplanes erfolgt im zweistufigen Regelverfahren. Eine Umweltprüfung gem. § 2 Abs. 4 BauGB wird durchgeführt. Im Zuge der Aufstellung des Bebauungsplanes sowie der Erstellung des Umweltberichtes wurden die in der Praxis bewährten Prüfverfahren eingesetzt. Diese ermöglichen eine weitgehend abschließende Bewertung.

Der Entwurf des Bebauungsplanes einschließlich zugehöriger Begründung und des nach Maßgabe der Anlage 1 zum Baugesetzbuch und den Umweltschutzgütern im Sinne des § 1 Abs. 6 Nr. 7 BauGB gegliederten Umweltberichtes sowie die vorliegenden umweltrelevanten Stellungnahmen und Informationen liegen in der Zeit von

Montag, dem 22.07.2019, bis einschließlich Mittwoch, dem 21.08.2019,

in der Stadtverwaltung Rosbach vor der Höhe, Stadtteil Ober-Rosbach, Homburger Straße 64, Zimmer 0.14, während der nachfolgend genannten Dienststunden

  • Montag bis Freitag von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr und
  • Dienstag von 14.00 bis 19.00 Uhr

sowie nach Vereinbarung zu jedermanns Einsicht öffentlich aus, sofern nicht auf den Tag ein gesetzlicher oder ortsüblicher Feiertag fällt. Während dieser Zeit können von jedermann Anregungen zu den Planungen schriftlich oder zur Niederschrift vorgebracht werden.

Die Unterlagen können zudem auf der Homepage der Stadt Rosbach v.d. Höhe unter https://www.rosbach-hessen.de/bebauungsplaene-im-beteiligungs-und-veroeffentlichungsverfahren.html eingesehen werden.

Es wird darauf hingewiesen, dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über die Bauleitpläne unberücksichtigt bleiben können.

Folgende Arten umweltbezogener Informationen sind verfügbar:

  1. a) Umweltbericht gemäß § 2a BauGB. Die Betrachtung der umweltrelevanten Schutzgüter umfasst dabei:
  • Boden und Wasser: Charakterisierung von Bodentypen und Bodeneigenschaften, Bodenfunktionsbewertung, Feststellung, dass amtlich festgestellte Überschwemmungsgebiete nicht von der Planung berührt werden, Hinweis auf die Lage innerhalb eines Heilquellen- Trinkwasserschutzgebietes und das Vorhandensein eines oberirdischen Gewässers, Bewertung der Planung im Hinblick auf den Eingriff in den Boden- und Wasserhaushalt, Formulierung eingriffsminimierender Maßnahmen
  • Klima und Luft: Beschreibung und Bewertung des Plangebietes für die Kalt- und Frischluftbildung und Lokal- bzw. Kleinklima
  • Biotop- und Nutzungstypen: Bestandsbeschreibung der Biotop- und Nutzungstypen, naturschutzrechtliche Bestands- und Eingriffsbewertung
  • Biotopschutzrechtliche Belange: Ausführungen zu gesetzlich geschützten Biotopen im Plangebiet (Streuobstbestände)
  • Artenschutzrechtliche Belange: Beschreibung der gesetzlichen Bestimmungen zum Artenschutz und Beurteilung der Betroffenheit artenschutzrechtlicher Belange (Tiergruppen Vögel, Fledermäuse, Reptilien) nach Maßgabe des artenschutzrechtlichen Fachbeitrages, Formulierung von Vermeidungs- und Kompensationsmaßnahmen zur Verhinderung des Eintretens von Tatbeständen nach § 44 BNatSchG
  • Biologische Vielfalt: Bestimmung der Begrifflichkeit und Bewertung der Bedeutung des Plangebietes für die biologische Vielfalt
  • Landschaftsbild: Beschreibung des Untersuchungsgebietes und Bewertung der Auswirkungen der Planung auf das Landschaftsbild
  • Gebiete gemeinschaftlicher Bedeutung, Europäische Vogelschutzgebiete und sonstige Schutzgebiete: Benennung der nächstgelegenen Gebiete gemeinschaftlicher Bedeutung (FFH-Gebiet) und Bewertung hinsichtlich möglicher Auswirkungen
  • Mensch, Gesundheit und Bevölkerung: Beschreibung und Bewertung der Auswirkungen der Planung auf Siedlungsbereiche und der Naherholungsfunktion
  • Kultur- und sonstige Sachgüter: Hinweis darauf, dass während der Erdarbeiten auf mögliche Bodendenkmäler zu achten ist
  • Gebiete zur Erhaltung der bestmöglichen Luftqualität: Feststellung fehlender Beeinträchtigungen der bestehenden und zu erhaltenden bestmöglichen Luftqualität im Zuge der Planung.

Hinzu kommen im Umweltbericht Angaben zu Maßnahmen zur Vermeidung, Verringerung und zum Ausgleich der nachteiligen Auswirkungen der Planung, zur Entwicklung des Umweltzustandes bei Durchführung bzw. Nichtdurchführung der Planung, zu den in Betracht kommenden anderweitigen Planungsmöglichkeiten sowie zur Überwachung der Umweltauswirkungen, die aufgrund des Bauleitplans auftreten können (Monitoring).

  1. b) Umweltrelevante Stellungnahmen
  • Hessen Archäologie (21.06.2017): Hinweis auf eine mögliche Fundstelle (römische Villa rustica) und Anregung der Anlegung von drei 200 m langen Testschnitten zur Beurteilung der Notwendigkeit weiterer archäologischen Untersuchungen.
  • Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (11.07.2017): Beschreibung der geologischen Aspekte, Empfehlung von objektbezogenen Baugrunduntersuchungen, Hinweis auf die Lage innerhalb eines Trinkwasserschutzgebietes.
  • Kreisausschuss des Wetteraukreises (20.06.2017): Hinweis auf eine mögliche Fundstelle (römische Villa rustica) und Anregung der Anlegung von drei 200 m langen Testschnitten zur Beurteilung der Notwendigkeit weiterer archäologischen Untersuchungen, Ausführungen zur Löschwasserversorgung, Ausführungen zur Eingriffs- und Ausgleichsbilanzierung sowie zu artenschutzrechtlichen Belangen, Hinweis, dass baudenkmalschutzrechtliche Belange nicht berührt werden.
  • Anerkannte Naturschutzverbände (13.06.2017): Ausführungen zu den Biotop- und Nutzungsstrukturen im Plangebiet, den zu beachtenden artenschutzrechtlichen Belangen sowie zu der Eingriffs- und Ausgleichsplanung, Anregung zur Durchführung eines Monitorings.
  • Regierungspräsidium Darmstadt (04.07.2017): Hinweis auf die Notwendigkeit einer Freistellung von Eisenbahnbetriebszwecken der vorhandenen Gleisanlagen, Hinweis auf die Lage innerhalb eines Heilquellen- und Trinkwasserschutzgebietes und die Beachtung der Ge- und Verbote der Schutzgebietsverordnung, Hinweis der Zuständigkeit der Unteren Wasserbehörde im Hinblick auf die Verrohrung des „Steinmauergrabens“, Hinweis auf mögliche immissionsschutzrechtlichen Konflikte bezüglich der östlich des Plangebietes vorhandenen Wohnnutzung, Empfehlung der Festsetzung von nicht störenden Gewerbebetrieben in diesem Bereich.
  1. c) Weitere umweltrelevante Informationen:
  • Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag: Der artenschutzrechtliche Fachbeitrag umfasst neben einem einleitenden Kapitel zur Veranlassung und Aufgabenstellung, zu den rechtlichen Grundlagen und der Methodik, die Ermittlung der Wirkfaktoren und Festlegung des Untersuchungsrahmens sowie eine Vorauswahl potentiell betroffener artenschutzrechtlich relevanter Artengruppen, für die eine umfassende Prüfung zu den Verbotstatbeständen und der Vermeidung von Beeinträchtigungen erfolgte. Aus der Analyse sind als artenschutzrechtlich relevante Tiergruppen Vögel, Fledermaus und Reptilien hervorgegangen, für die Vermeidungs- und Kompensationsmaßnahmen formuliert werden, damit das Eintreten von Verbotstatbeständen nach § 44 BNatSchG vermieden werden.
  • Verkehrlicher Fachbeitrag: Überprüfung der Leistungsfähigkeit des Knotenpunktes K 11/ Dieselstraße in den maßgebenden Spitzenstunden im Zuge der Gewerbegebietserweiterung.

Gemäß § 4b BauGB wurde ein Planungsbüro mit der Durchführung des Verfahrens beauftragt.

Rosbach v. d. Höhe, den 08.07.2019

Magistrat der Stadt Rosbach v. d. Höhe

(Maar)

Bürgermeister

Bauleitplanung der Stadt Rosbach v.d. Höhe, Stadtteil Ober-Rosbach
Bebauungsplan OR 25„Gewerbegebiet Südumgehung Ost, 2. Bauabschnitt“

Übersichtskarte Plangebiet
Übersicht Plangebiet

Plankarte 1

Plankarte 1

genordet, ohne Maßstab

Plankarte 2

Gemarkung Ober-Rosbach, Flur 6, Flst. 125, 124, 123, 122, 121/2, 121/1, 117, 116/1 (alle teilweise)

Plankarte 2
genordet, ohne Maßstab

Plankarte 3

Gemarkung Ober-Rosbach, Flur 11, Flst. 51, 52, 53/1, 53/2, 54 (alle teilweise)

Plankarte 3
genordet, ohne Maßstab

Plankarte 4

Gemarkung Ober-Rosbach, Flur 8, Flst. 86/1 (teilweise)

Plankarte 4
genordet, ohne Maßstab

Plankarte 5

Gemarkung Rodheim v. d. Höhe, Flur 11, Flst. 54

Plankarte 5
genordet, ohne Maßstab

Plankarte 6

Gemarkung Nieder-Rosbach, Flur 4, Flst. 89, 90/2, 91, 92, 93, 94 (alle teilweise)

Plankarte 6
genordet, ohne Maßstab

Plankarte 7

Gemarkung Ober-Rosbach, Flur 7, Flst. 69 und 70/1

Plankarte 7
genordet, ohne Maßstab

 

OR 25 „Gewerbegebiet Südumgehung Ost, 2. Bauabschnitt“ - Anlagen