Ruhender Verkehr rückt mehr in den Fokus der Ordnungshüter

Politik und Verwaltung sind dem immer lauter werdenden Ruf der Bürgerschaft nach mehr Kontrolle gefolgt. Anfang Juli wurde die zusätzliche Stelle für den Außendienst besetzt, so dass nun dem Wunsch nach mehr Kontrolle und Ahndung von Seiten des Ordnungsamts nachgekommen werden kann.

Neben Geschwindigkeitsverstößen, nicht zugelassenen Fahrzeugen und allgemeinen Ordnungswidrigkeiten kümmern sich die Ordnungshüter in Zukunft auch vermehrt um den ruhenden Verkehr im Stadtgebiet.

Der öffentliche Verkehrsraum wird immer mehr zum Parkplatz. Steigende Fahrzeugzahlen, die Nichtnutzung von Stellplätzen auf dem eigenen Grundstück, aber auch Bequemlichkeit oder vermeintliche Zeitnot und die damit verbundene Vorstellung, das eigene Auto immer direkt "vor der Tür" abzustellen, hat in den letzten Jahren dazu geführt, dass immer häufiger verkehrsbehindernd bzw. verbotswidrig geparkt wird.

Auf den Hauptdurchgangsstraßen soll der fließende Verkehr möglichst wenig durch abgestellte Fahrzeuge behindert werden und in den – meist schmaleren – Seitenstraßen wird der Gehweg genutzt, um das beidseitige Parken zu ermöglichen. Fahrbahn und Gehweg werden so zum Nadelöhr, das nur mit Augenmaß oder gar nicht zu passieren ist.

So haben größere, aber auch kleinere Fahrzeuge immer wieder Probleme bei der Zulieferung und Fußgänger – gerade auch Gehbehinderte oder Personen mit Kinderwagen – müssen auf die Fahrbahn ausweichen, weil ihnen der Weg versperrt ist. Von potentiellen Einsätzen von Feuerwehr und Rettungskräften ganz zu schweigen.

Hinweise zum Abstellen von Fahrzeugen

Durch haltende oder parkende Fahrzeuge darf der übrige Verkehr nicht geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen vermeidbar, behindert oder belästigt werden.

Folgende Regeln gelten:

  • Halten und Parken grundsätzlich am rechten Fahrbahnrand.
  • Halten und Parken ist an engen und unübersichtlichen Straßenstellen verboten.
  • Die restliche Fahrbahnbreite muss nach Abstellen eines Fahrzeugs mindestens noch 3,05 Meter aufweisen.
  • Bei versetztem Parken muss der Abstand zum Fahrzeug auf der gegenüberliegenden Seite so gewählt werden, dass auch große Fahrzeuge den Bereich der Verschwenkung problemlos passieren können.
  • An Straßeneinmündungen darf beidseitig auf einer Länge von fünf Metern nicht geparkt werden.
  • Öffentliche Stellflächen entlang von Straßen stehen allen Verkehrsteilnehmern zur Benutzung zur Verfügung.
  • Parken auf Gehwegen ist nur dann zulässig, wenn es ausdrücklich – per Schild und/oder Markierung – erlaubt ist.

Für ein faires Miteinander!

Die Anzahl der Fahrzeuge zu reduzieren ist problematisch, den Umgang miteinander kann man jedoch beeinflussen. Daher apelliert die Stadt an alle Fahrzeugbesitzer und Autofahrer: Bitte benutzen Sie, sofern vorhanden, die eigenen Höfe und Stellplätze zum Abstellen des Fahrzeugs und nehmen Sie beim Parken im öffentlichen Verkehrsraum gegebenenfalls auch mal einen etwas längeren Fußweg in Kauf!

Die übrigen Verkehrsteilnehmer werden es Ihnen danken!

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